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Das bundesweite Fernsehprogramm ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD-Landesrundfunkanstalten, die seit Mitte der 1960er Jahre als eigenständige Rundfunkanstalten zudem jeweils ihr eigenes Programm als Drittes ausstrahlen.


Der Sender startete nach zweijähriger Testphase offiziell am 25. Dezember 1952 als NWDR-Fernsehen und wurde zunächst unter der Federführung des damaligen NWDR betrieben. Ab dem 1. November 1954 wurde der Sender schließlich als Gemeinschaftsprogramm der Landesrundfunkanstalten unter dem Namen Deutsches Fernsehen betrieben. Die Bezeichnung „Das Erste“ fungierte zudem ab 1963 zunächst als informelle Abgrenzung zum damals gestarteten Zweiten Deutschen Fernsehen, Dem Zweiten. 1984 wurde der Sender offiziell in Erstes Deutsches Fernsehen umbenannt. Seither wird der vollständige Sendername vor jeder Hauptausgabe der Tagesschau angesagt und erscheint nach jeder Tagesschau als Kennung. Erst seit dem 1. April 1996[5] lautet die offizielle Namenskurzform und Marke des Senders Das Erste. Demzufolge spricht man von „im Ersten“ gezeigten Sendungen, und der Sender selbst wird umgangssprachlich auch „Erstes Programm“ oder metonymisch „ARD“ genannt.


Das Erste, vertreten durch die Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen, ist ein gemeinschaftliches Programmangebot der in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) zusammengeschlossenen Sender mit Sitz beim Bayerischen Rundfunk in München. Programmdirektor ist seit 2008 Volker Herres. Rechtsgrundlage sind u. a. der ARD-Staatsvertrag[6] und der ARD-Fernsehvertrag der Landesrundfunkanstalten, wo auch die Funktion des Programmdirektors der ARD festgeschrieben ist. Er wird für mindestens zwei Jahre mit Zweidrittelmehrheit der in der ARD zusammengeschlossenen Landesrundfunkanstalten gewählt. Die Aufgabe des Programmdirektors besteht darin, gemeinsam mit den Intendanten der Landesrundfunkanstalten das Programmangebot der ARD zu erarbeiten und die Programmzulieferung der einzelnen Landesrundfunkanstalten zu koordinieren.


Dem Programmdirektor ist der ARD-Programmbeirat als beratende Instanz zur Seite gestellt. Paul Siebertz ist seit April 2013 Vorsitzender des Programmbeirats. Die Programmdirektion der ARD befindet sich im Hochhaus des Bayerischen Rundfunks in München. Seit der Novellierung des Fernsehvertrages auf der ARD-Hauptversammlung am 10. Februar 1956 beobachtet der „Programmbeirat für das Erste Deutsche Fernsehen“ das Programm im Ersten. Der Programmbeirat trat zu seiner ersten Sitzung am 26. März 1956 zusammen. Er setzt sich aus je einem Vertreter aus den Rundfunkräten der Landesrundfunkanstalten zusammen und wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Die Aufgaben des ARD-Programmbeirats wurden durch Änderung des Fernsehvertrages zuletzt im September 2006 modifiziert: „Beratung und Beobachtung durch den Programmbeirat umfassen Fragen der Programmgestaltung und -struktur insbesondere im Hinblick auf die Beachtung der ‚Grundsätze für die Zusammenarbeit im ARD-Gemeinschaftsprogramm Erstes Deutsches Fernsehen und anderen Gemeinschaftsprogrammen [Anmerkung: ARTE, PHOENIX, 3sat, KiKa] und -angeboten‘ einschließlich der jugendschutzkonformen Gestaltung des Programms.“


Das Programm wird entsprechend der jeweiligen Größe von den einzelnen Landesrundfunkanstalten bestritten. 1953 beteiligten sich fünf Landesrundfunkanstalten am Gemeinschaftsprogramm; das Schwergewicht lag beim NWDR, woraus 1956 NDR und WDR hervorgingen (siehe auch NWRV). 1954 kam der SFB hinzu, 1961 RB, 1963 der SR und 1992 MDR und ORB, so dass es maximal 11 Zulieferer gab. 1998 schlossen sich SWF und SDR zum SWR zusammen, 2003 SFB und ORB zum RBB.